1. EINTRAG: Motivation zur Arbeit und easyvote als Kooperationspartner

Im 4. Semester widmete ich mein Semesterpaper dem Thema „Wie Facebook den Amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf am Beispiel von Barack Obama beeinflusste.“
Ich beschäftigte mich mit diesem Thema, da mich schon zu dieser Zeit die Relation von Politik und Social Media stark interessierte. Ein Jahr später wurde Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt, der in den Medien vor allem auch durch sein reges Nutzen von Twitter auf sich aufmerksam gemacht hatte. Auch in der Schweiz ist eine Zunahme in der Social Media Nutzung zu spüren. Viele Politiker sind auf Social Media vertreten und nicht zuletzt seit dem Abstimmungserfolg (Nein zur DSI) der Operation Libero, wird Politikkampf auch stark online geführt. Social Media ist zudem ein grosser Bestandteil des Lehrplans von Cast / Audiovisual Media. Für mich stand deshalb fest, dass Social Media und Politik sich gut in meiner Bachelorarbeit vereinen lassen. 

Mir war es wichtig, dass ich durch meine Bachelorarbeit etwas mache, dass nachhaltig ist, einen Nutzen nach dem Abschluss meiner Arbeit hat und eine Relevanz ausstrahlt. Dies, weil ich dadurch mehr Motivation für meine Arbeit entwickeln würde. Die Relevanz fand ich in einer Studie des gfs.bern. Die Studie sagt aus, dass die junge Wählerschaft im Vergleich zu der älteren Generation mässig an Abstimmungen und Wahlen teilnimmt. Somit war für mich klar, dass meine Bachelorarbeit sich mit Politik, Social Media und der Wahlbeteiligung von jungen Menschen beschäftigen würde.

Ein grosser Faktor bei Social Media sowie in der Politik ist die Community. Um eine Community aufzubauen, braucht es oft Jahre. Ich hatte aber keine Jahre, sondern nur Monate zur Verfügung, um meine Bachelorarbeit von der Idee bis zum fertigen Produkt umzusetzen. Dieser Punkt war der Grund, weshalb ich mit einem Kooperationspartner zusammenarbeiten wollte, um seine Social Media Kanäle zu nutzen. Einerseits suchte ich nach jemandem, der in der politischen Landschaft bekannt und etabliert war. Andererseits auch jemanden, der in seiner Thematik mit meinem Thema (Wahlbeteiligung) zu einem grossen Teil übereinstimmte. Die Studie über die Wahlbeteiligung war von gfs.Bern in Auftrag von easyvote.ch herausgegeben worden.

Easyvote stellte für mich in diesen Punkten der ideale Kooperationspartner dar, da sie in der Politiklandschaft bekannt sind und auch eine Social Media Community aufweisen.
Easyvote ist eine NGO und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Wähleranteil der 18- bis 25 Jährigen auf 40% zu steigern. Dies machen sie mit Wahlbrochüren und Youtubeclips zu nationalen und kantonalen Abstimmungen, die sie für junge StimmbürgerInnen in einfach verständlicher und neutraler Sprache gestalten. Zusätzlich organisieren sie Politiktalks mit Jungpolitikern an Gymnasien und Berufsschulen, um den jungen StimmbürgerInnen politische Diskussionen näher zu bringen.

Im Dezember 2016 fragte ich deshalb easyvote per Email an, ob sie an einer Zusammenarbeit interessiert wären. Glücklicherweise bekam ich schon nach 30 Minuten eine positive Antwort.

Da ich mich zu dieser Zeit noch in Rotterdam im Austausch befand, folgte bald darauf das erste Skype-Gespräch, in dem ich mein Vorhaben, eine Social Media Kampagne für Facebook zu gestaltenm erklärte und von easyvote positives Feedback erhielt. Nach weiteren Gesprächen via Skype und schon vielen Ideen meinerseits, definierten wir Ende Januar als erste Deadline, an dem ich erste grobe Konzeptideen an easyvote senden sollte. Die Arbeit konnte also beginnen.