2. EINTRAG: Zielgruppenanalyse / Umfrage

Die Zielgruppe von easyvote ist zwischen 18 und 25 Jahren alt und die meisten Follower haben sie auf Facebook. Als ich zum ersten Mal mit easyvote in Kontakt trat, hatte ich deshalb vor, eine Facebook-Kampagne für sie zu gestalten. Dieses Vorhaben änderte sich aber, als ich Weihnachten mit meiner Familie feierte. Wie jedes Jahr feierten wir auch mit dem Göttibueb meines Vaters, der dieses Jahr 16 Jahre alt wird. Aus Interesse fragte ich ihn über seine Social Media Nutzung aus, z.B. wie oft er Facebook, Instagram und Snapchat benutze. Bei Facebook machte er grosse Augen und sagte, dass er und auch seine Freunde Facebook überhaupt nicht mehr gebrauchen. Er wisse, dass sein Oberstift noch ein Profil habe, der sei aber 20. Er und seine Freunde seien vor allem auf Instagram und Snapchat.Dies liess die Frage aufkommen, wie geeignet mein Ansatz war, dass ich eine Social Media Kampagne auf Facebook in Zusammenarbeit mit easyvote machen wollte. Denn mit diesem Ansatz würde ich wohl nicht die ganze Zielgruppe erreichen.  Vor allem fragte ich mich auch, wie zukunftsgerichtet mein Ansatz war, denn in zwei Jahren wird der Göttibueb meines Vaters volljährig sein und wie würde man ihn dann erreichen? Nicht via Facebook. Ich habe schon in verschiedenen Blogs gelesen, dass Facebook auf dem absteigenden Ast bei amerikanischen Jugendlichen ist. Aufgrund dieser Unsicherheit wollte ich deshalb eine Umfrage bei jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren durchführen, um auch Zahlen aus der Schweiz zu erhalten.Ich habe bewusst das Alter ausgeweitet um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das Social Media Verhalten mit steigendem Alter ändert.Hierzu fragte ich befreundete Sekundarlehrer, ob sie die Umfrage an Schüler der 3. Oberstufe austeilen könnten. Ausserdem fragte ich meine alte Sekundarschule im Rheintal an, ob sie an der Umfrage teilnehmen würden. Des weiteren aktivierte ich Kontakte in meinem Freundeskreis, sei dies Geschwister von Freunden, die noch im Gynmasium sind und die Umfrage an ihre Klasse sendeten oder Freunde, die Berufslehrer sind. Für mich war es wichtig, wenigstens zu versuchen eine gleichmässige Repräsentation von Stadt und Land, sowie Lehre/Beruf und Gymnasium zu erreichen.Die Umfrage wurde im Monat März geschaltet und umfasste 31 Fragen, die herausfinden sollten, wie junge Menschen Social Media verwenden. Die Fragen umfassten Bereiche wie Social Media Nutzung, Darstellung von politischen Inhalten auf Social Media oder auch Bekanntheitsgrad von easyvote.In einem Zeitraum von 30 Tagen wurde der Fragebogen 390 mal ausgefüllt. Zu erwähnen ist, dass sich die Zürcher Sekundarlehrer mächtig ins Zeug gelegt haben. Die meisten Antworten stammen aus der Stadt Zürich, was Vorteile und Nachteile mit sich bringt. Ein Vorteil ist die Menge an Daten, die ich erhalten habe. Ein Nachteil lässt sich im Alter feststellen. Über 50% der Antworten stammen von Menschen, die unter 16 Jahre alt sind. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass die Oberstufenlehrer die Umfrage wahrscheinlich von all ihren Klassen ausfüllen liessen und nicht nur von ihrer 3. Stufe. Zu der Interpretation der Resultate möchte ich noch Folgendes anfügen:Aus den Resultaten können Tendenzen gezogen werden, wie easyvote sich in Zukunft auf Social Media aufstellen möchte. Da die Daten von Menschen stammen, die noch (!) nicht in ihrer Zielgruppe vorkommen, sich aber in den nächsten Jahren in ihre Zielgruppe verschieben werden. Ich spreche hier von Jahren, natürlich ist es ein Risiko beim Thema Social Media von Jahren zu sprechen, da die Social Media Branche sich in kurzer Zeit stark wandeln kann. Nichtsdestotrotz sind die Zahlen ein Indikator, in welche Richtung sich die Zielgruppe von easyvote im Bereich Social Media verändern kann.Aufgelistet sind die acht wichtigsten Fragen mit den dazugehörigen Antworten und Interpretationen:

1.  Welche Stellung haben Facebook, Instagram und Snapchat bei jungen Menschen? Ich wollte mit dieser Frage auch herausfinden, wie Menschen unter 18 Jahren Social Media nutzen, da diese in 1-2 Jahren stimmberechtigt werden.









Instagram und Snapchat werden am meisten von den Befragten genutzt. Werden die Daten genauer betrachtet, lässt sich feststellen, dass je älter die Befragten sind, desto eher sind noch auf Facebook aktiv. Dies lässt mich zum folgenden Entschluss kommen:
Der Hauptkanal der Kampagne soll Instagram sein, da sich dort der grösste Teil der heutigen sowie der zukünftigen Zielgruppe befindet. Facebook wird ebenfalls in die Kampagne eingebaut, damit die ältere Zielgruppe nicht vergessen geht. Auf die Nutzung von Snapchat wird verzichtet, da die Ressourcen bei easyvote nicht gegeben sind.


2. Welche Stellung hat das Smartphone und wofür wird es verwendet?
Hier wollte ich herausfinden, ob wirklich alle schon ein Smartphone besitzen und ob Social Media wirklich vor allem auf dem Smartphone konsumiert wird.





Die Antworten zeigen, dass das Smartphone mit Abstand am meisten dazu benutzt wird, um Social Media zu konsumieren. Somit ist klar, dass die Kampagne auf Mobile ausgerichtet wird. 


3. Welche Stellung haben Messenger Apps wie Whatsapp?
Diese Frage war Teil der Umfrage, da ich zu Beginn einen Ansatz hatte, dass junge Menschen sich vor allem taggen auf sozialen Netzwerken, um sich gegenseitig etwas zu zeigen. Ich wollte herausfinden, ob dies wirklich der Fall ist. Falls ja, könnte dies in die Kampagne eingebaut werden.








Die Umfrage zeigt die Popularität der Gruppenchats und der alltägliche Gebrauch des "taggens". Getaggt werden vor allem lustige Inhalte. Dies lässt für die Kampagne folgende Schlüsse zu:
Die Inhalte sollen als humorvoll interpretiert werden und die Leute sollen motiviert werden ihre Freunde zu taggen.

4. Welche Inhalte interessieren dich auf Social Media?
Diese Frage sollte Aufschlüsse geben, welche Stellung Video hatte.




Fotoinhalte sind der Lieblingscontent der Befragten. Dies lässt sich erklären durch das Alter und die dadurch höhere Beliebtheit von Instagram, das stark auf Fotos basiert. Als zweites Medium wird Video genannt. Dadurch lässt sich für die Kampagne erschliessen, dass Foto und Videoinhalte zentral sind.


5. Weisst du, dass Snapchat einen QR-Code Scanner integriert hat und würdest du einen Snap-Code ausserhalb von Snapchat scannen?
Diese Frage war vor allem in Verbindung mit einer Performance wichtig. Ich wollte herausfinden, ob Snapchat nicht als soziales Netzwerk, sondern als Tool bzw. als QR-Code Scanner für die Kampagne verwendet werden könnte. So hätte z.B. bei der „Plant your Vote“-Idee ein QR-Code in Snap-Optik junge Menschen veranlasst, diesen zu scannen und sie so auf ein Youtube-Video zu locken.





Snapchat ist zwar sehr beliebt, kann aber für die Kampagne nicht als Tool verwendet werden, da die Bereitschaft einen Snap-Code ausserhalb von Snapchat zu scannen zu wenig vorhanden ist.
6. Wie sollten politische Inhalte gestaltet werden?
Einerseits wollte ich herausfinden, ob sich easyvotes Strategie mit neutralen und einfach verständlichen Inhalten bestätigt und ich wollte auch herausfinden, ob sich die taggen-Option hier auch bestätigt.




Abstimmungsinhalte sollen vor allem neutral und verständlich erklärt werden, was easyvote schon macht. Als zweiter Punkt wird der Humor genannt, was mit der Thematik des "taggens" kombinieren lässt.
7. Kennst du easyvote und welchem Social Media Kanal würdest du folgen?
Diese Frage sollte herausfinden, wie easyvote bei der Zielgruppe bekannt ist.



easyvote ist zum grossen Teil bei den Befragten nicht bekannt. Dies lässt sich wiederum mit dem Alter erklären, da die Zielgruppe von easyvote ab 18 Jahren ist. Es zeigt sich auch, dass easyvote vor allem bei den Leuten bekannt ist, die easyvote über die Berufsschule oder andere Events kennen. Es zeigt aber wiederum auch, dass das Potenzial, die Zielgruppe frühzeitig schon über Social Media zu mobilisieren, noch nicht ausgeschöpft ist.
Ein weiterer interessanter Punkt ist die Bereitschaft des Folgens eines Social Media Accounts. Betrachtet man die Daten genauer, kann festgestellt werden, dass die Nein-Sager zu einem grossen Teil bereit wären, Instagram zu liken obwohl sie easyvote noch nicht kennen. Die generelle Bereitschaft den Instagram-Account zu liken lässt sich dadurch begründen, dass ein Grossteil der Befragten sich eher auf Instagram befindet als auf Facebook, wodurch die Wichtigkeit von Instgram für die Kampagne nochmals unterstrichen wird.


8. Mit wem würdest du gerne über Politik sprechen?
Mit dieser Frage wollte ich herausfinden, wen ich für die Kampagne benutzen könnte.






Hier lässt sich wieder bei näherem Betrachten der Daten eine Tendenz feststellen. Möchten unter 20 Jährige sich vor allem mit Jungpolitiker über Politik unterhalten, bevorzugen die über 20 Jährigen zumeist National- und Ständeräte.